Wozu ein Motorradtraining? Brauch ich sowas überhaupt?

Immer wieder bin ich mit Fragen, wie diesen, konfrontiert. Auch mit Aussagen wie „Ich fahre seit X-Jahren unfallfrei, also warum sollte so ein Training so sinnvoll sein? So verkehrt kann es ja nicht sein, wenn man schon so unzählige Kilometer unversehrt und gut durchgekommen ist?

Ich vergleiche es sehr gerne mit anderen Sportarten, denken wir einfach mal an Fußballer, Reitprofis oder einfach nur an den Tennisclub neben an. Wird hier trainiert? Ja, das wird es! Und warum wird das gemacht? Immerhin kann ein Fußballprofi doch oft schon auf viele gelungene Ballmanöver zurückblicken, ein Reiter kann sein Pferd von A nach B bewegen und ein Tennisspieler kann mit dem Schläger den Ball zurückschießen oder etwa nicht?

Es ist, wie in so vielen anderen Dingen im Leben, ein Blick von Außen. Der daraus resultieren Input ist oft wichtig um kleine Details auszubessern, die sich unter Umständen selbständig eingeschlichen haben. Das kann eine kleine Korrektur der Sitzposition sein, ein Tipp für eine leichtere und sicherere Kurventechnik oder einfach auch mal eine gemeinsame Analyse eines Videomaterials aus einer Trainingsfahrt.

 

Auch Profis trainieren regelmäßig.

Sehe wir uns die Profis mal an: Okay, vielleicht nicht unbedingt jene, bei denen es um Bestzeiten geht. Das tut es bei uns ja auch nicht. Sondern jene, welche viel Zeit auf dem Bike verbringen müssen – die Motorradpolizei. Auch die sogenannten „weißen Mäuse“ trainieren Regelmäßig auf ihren Motorrädern um Fit und geübt zu bleiben. Ein regelmäßiges Ausfahren ist kein Garant dafür, sich stets gut in seinem Können weiterzuentwickeln oder auch Geübtes beizubehalten. Das lässt sich auch recht einfach erklären: Bei unseren Ausfahrten geht es im Regelfall nicht darum in Grenzsituationen zu kommen und diese dann auszugleichen, das ist zum Glück doch nur ein Ausnahmefall. Somit werden hier unsere Reaktionen und Reflexe, für eben diese Bereiche, meistens nicht laufend beansprucht und trainiert. Stichwort: Notbremsung! Schnelles Ausweichen eines Hindernisses! etc.

Es gibt einige unterschiedliche Arten von Motorradtrainings.

Bei der Wahl seines Motorradtrainings sollte man darauf achten, dass auch eine Abwechslung gegeben ist. Gut beraten ist man auf jeden Fall mit einem Warmup zu Saisonbeginn, diese werden von vielen Einrichtungen Angeboten, unter anderem auch von uns.

In weiterer Folge sind sogenannte Einzeltrainings eine gute Möglichkeit ganz individuell an seinem können zu arbeiten. Wir setzten hierfür auch Videotechnik ein, um eine einfache und verständliche Analyse durchzuführen, um so noch effektiver an den diversen Defiziten ansetzten zu können. Das Ziel hierbei ist es, ein harmonisches Gleichgewicht zwischen Mensch und Maschine zu schaffen.

Weitere Trainings können Trial, Gruppen oder auch Rennstreckentrainings sein. Wichtig ist, der Spaß sollte immer mit dabei sein und es gilt „man kann nie zu viel machen“!

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Ich wünsche eine schöne und sichere Saison, viele viele Kurven und immer gesund zur Familie nach Hause zu kommen ✌️

Tipps:
• Kurvenfahrer.at WarmUp Training
• Kurvenfahrer.at Einzeltraining
• Fahrtechnik.cc Rennstreckentraining
• Projekt Spielberg Bike-Training

Weitere Trainingsmöglichkeiten bieten auch die diversen Automobilklubs an.

#RIDESAFE ans #HAVEFUN
Kurvenfahrer.at
Viktor Sator

Foto: Daniel Obersberger

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