Ein Appell an unsere Medien!

Meine persönlichen Gedanken zum aktuellen Trend.

Das Motorradfahren und die Motorradfahrerin/der Motorradfahrer im besonderen, haben sich in den letzten Monaten immer mehr zum einfachen Sündenbock der Medien entwickelt. Durch teilweise sehr unreflektierte und auf Klicks optimierte Berichterstattung wird ein extrem negatives Bild über uns suggeriert. Mir ist klar, es gibt einige schwarze Schafe, aber die gibt es leider überall. Ein Bild zeigt die gestrige (Feiertag) Schwerpunktaktion auf der Soboth.

Ich bin persönlich von ein paar steirischen Medien sehr enttäuscht. Von ihnen war ich bisher der Ansicht, dass sie keine Boulevardmethoden nötig haben. Doch in dieser Saison haben sich auch diese Medien dazu verleiten lassen und einige Schlagzeilen produziert, welche zwar Klicks bringen, aber leider auf den Kosten des Rufs des Bikers. Denn dieser wurde damit in der Gesellschaft erheblich beeinträchtigt. Dazu kommt, dass die Berichte, hinter den Schlagzeilen oft nicht sehr intensiv recherchiert werden, wobei ich hier keine Schlampigkeit unterstellen will, sondern eher die Gier nach den schnellsten Schlagzeilen. Denn viele Infos, die vielleicht eine neutrale Blickweise auf einen Sachverhalt ermöglichen, aber erst einige Zeit nach den ersten Veröffentlichungen hervor kommen, wären dann für die Schlagzeile nur noch halb so viel wert.

Ich möchte hier auch aufzeigen, dass entgegen dem Bild, welches medial vermittelt wird, die Motorradfahrer nicht immer waghalsiger, schneller, rücksichtsloser etc. werden. Nein – es ist schlichtweg dem starken Anstieg der einspurigen Verkehrsteilnehmer zuzuschreiben, dass sich leider auch Unfälle häufen.

Weiters möchte ich ebenfalls noch erwähnen, dass sehr viele Unfälle nicht auf die Motorradfahrer als Verursacher zurückzuführen sind. Etwas, dass auch oft erst nach den ersten Schlagzeilen bekannt wird, aber eben mit etwas Verzögerung.

Ich denke, es ist der falsche Weg gegen eine bestimmte Gruppierung Stimmung zu machen und vor allem finde ich es sehr schäbig. Der richtig Ansatz wäre eine klare und sachdienliche Aufklärung zu betreiben – für ALLE Verkehrsteilnehmer. Bewusstseinsbildung bringt unterm Strich garantiert mehr Sicherheit auf unsere Straßen, als unreflektierte Klick-Schlagzeilen.

In diesem Sinne, noch eine schöne Saison! #ridesafe

Foto: Daniel Obersberger

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