Das ist mein ganz persönlicher Rückblick und bestimmt kein typischer!

„Ein Jahr voller Höhen und Tiefen….“ so etwa beginnen die meisten Resümees und Rückblicke, der vergangenen 12 Monate. Ich versuche hier ein paar Zeilen abseits von dem zu verfassen, was ohnehin in Facebook-Timelines und Co zu finden ist.

Das ist mein ganz persönlicher Rückblick und bestimmt kein typischer!

Heuer war für mich ein Jahr in dem ich sehr viel gelernt habe, vieles was meine Arbeit als Fotograf und mit dem Motorrad betrifft und ich habe auch wirklich viel erlebt, aber wie schon gesagt, diese Dinge findet man in meiner Timeline, nur einen Mausklick entfernt. Was man nicht finden kann, was zwischen den Postings der einzelnen bewegenden Momenten geschah. Diese Dinge die man nicht postet, weil sie nicht wichtig genug sind oder „eh niemanden interessieren“, Dinge die aber rückblickend das Jahr ausmachen und schlussendlich uns zu dem machen, was wir sind.

Es war für mich höchste Eisenbahn, etwas in meinem Leben zu verändern, sonst hätte es mich verändert.

Ich habe heuer vor allem viel über mich selbst gelernt. Ich habe mich, aufgrund von persönlichen Erlebnissen, intensiver mit mir beschäftigt, weg von den Dingen, die bisher an erster Stelle standen wie Arbeit, monetärer Erfolg und auch die Meinung Fremder, und bewusst hingesehen zu den Dingen die wichtiger sind als all das. Die Gesundheit, die innere Zufriedenheit und Ausgeglichenheit, welche Menschen tun mir gut und und und. Als ich begann, mich damit zu beschäftigen, fielen mir auch auf einmal andere Dinge leichter – Arbeit, monetärer Erfolg etc. Ich habe sozusagen einen innerlichen Großputz gemacht und alles neu eingerichtet. Es war für mich höchste Eisenbahn etwas in meinem Leben zu verändern, sonst hätte es mich verändert. Ich habe viele Anzeichen der Überarbeitung einfach ignoriert und immer mehr und mehr gemacht, schon fast wie eine Sucht. Ich versuchte also, meine Arbeit besser einzuteilen, unter dem Motto: „Mache was dir Spaß macht“ und mache nur was geht, lerne auch mal NEIN zu sagen – das war eine der schwersten Übungen für mich. Natürlich ist Arbeit, oftmals einfach „Arbeit“, aber man kann trotzdem versuchen, das zu seiner Arbeit zu machen, was einen erfüllt, einem im Leben wichtig ist. Wenn man das umsetzt, entwickelt man eine unglaubliche Motivation, einen nie da gewesenen Ehrgeiz und Tatendrang, immerhin macht man etwas, das für einen persönlich wichtig ist und einem im Leben weiter bringt. Was ich allerdings auf diesem Weg immer wieder erlebe ist, dass in unserer Gesellschaft oft der Respekt und die Anerkennung für solche Tätigkeiten fehlt. Arbeit die einem mit Freude erfüllt, die einem Spaß macht, wird nur selten als Arbeit anerkannt. Ich werde oft mit Aussagen konfrontiert wie „das ist ja keine Arbeit“ oder „du hast es schön, den ganzen Tag am Motorrad zu sitzen, arbeitest du auch mal was?“. Ja, ich habe es schön und ja, ich arbeite auch, z.B. am Motorrad. Ich bin dankbar dafür, das tun zu können, was mir Freude bereitet, aber deswegen ist es nicht weniger Arbeit, als in einem Büro zu sitzen oder auf der Baustelle sein Tagwerk zu verrichten. Es ist eine andere Arbeit, meine Arbeit. Es gibt genügend Menschen, die hundert mal lieber in einem Büro sitzen, als auf dem Motorrad oder hinter der Kamera zu stehen. So sollte sich jeder auf die Suche machen und herausfinden was für einem das richtige ist – nur Mut!

Gemeinsam mit dem inneren Großputz habe ich auch mein Büro neu eingerichtet und dabei alle Muster die wir in unseren Köpfen haben, wie ein Büro auszusehen hat, über Board geworfen und es mit Dingen eingerichtet, die mir wichtig für mein Wohlbefinden sind. Immerhin verbringt man einen Großteil seines Lebens hier, warum also Office-Atmosphäre? Ich habe eine Wohnzimmer/Wohlfühlatmosphäre geschaffen und freue mich seither Zeit in meinem „Büro“ verbringen zu können.

Diese Zeit muss man sich aktiv nehmen und reservieren.

Ich denke es wird immer wichtiger auf sich selbst zu achten, in einer Zeit, die immer schnelllebiger wird, bleibt oft der Mensch auf der Strecke. Die Kommunikation wird immer schneller und intensiver, Kunden erwarten sich Wunder, Nachrichten und Anfragen erreichen uns über unzählige Kanäle. News aus aller Welt sind immer und überall präsent und prasseln auf uns herein. Hier bleibt keine Zeit für sich, seine eigenen Gedanken, die eigenen Wünsche und Ziele. Diese Zeit muss man sich aktiv nehmen und reservieren. Es wird immer schwieriger, seine eigenen Ziele vor Augen zu behalten, denn die Social-Media-Welt zeigt uns Tag für Tag, die erreichten Ziele anderer, oft großartige Leistungen, aber das sollte einen nicht von seinen Eigenen ablenken. Oft schüren diese Postings den Neid, doch versuchen wir diesen neuen Kanal als Motivanions-Kanal zu sehen. „Das kann ich auch“. Oft fehlt einfach der Mut den ersten Schritt zu setzten. Die Angst vor dem Scheitern ist meistens groß. Doch Scheitern ist keine Schande, es ist wieder eine Chance besser zu werden und es ist noch lange kein Grund aufzugeben.

Abschließend möchte ich mich auch bei all jenen Bedanken, die mich in diesem Jahr begleitet haben. Ohne meine Freunden, Familie, Team, Partner und Sponsoren wäre all das nicht möglich gewesen. Lassen wir gemeinsam 2019 zu einem noch besseren Jahr werden!

Euer Kurvenfahrer – Vik

#justdoit #dowhatyoulove #now

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