Das Kurvenfahrer.at Airbrush Helm Design

Wie es doch so oft ist, kam auch Viktor ĂŒber befreundete Biker, die schon mit einem Helm aus dem Spritzwerk Atelier fahren, zu mir und bat mich um ein Helmdesign im Corporate Design seines Blogs. „Cool, mache ich“, dachte ich mir und sagte gleich zu.

Diesmal aber, war es eine echte Herausforderung, Farben & Logos in einem Design zu vereinen das stimmig ist. Klar, mit Orange und Blau hatte ich schonmal zwei KomplementÀrfarben, aber ganz so einfach war es dann doch nicht.

 

Phase 1: Entwurf

Als erstes erfolgt eigentlich immer die Erstellung eines Entwurfes. Das kostet zwar Zeit, ist aber fĂŒr den Kunden essentiell um sich ein Bild machen zu können.

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Im Falle von Viktors Vorgaben, war das diesmal wirklich kein Zuckerschlecken. Viele Sponsorenlogos, eines rund, eines oval sowie zahlreiche komplett unsymmetrische Logos. Dazu die Farben Blau, Orange, Schwarz, Weiß und Silber, sowie einige Hashtags die den Blogcharakter wieder aufgreifen sollten.

Nach einiger Zeit und mehreren Ideen, kam dann letztendlich ein ganz ansehnlicher Entwurf zu Stande.

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Phase 2: Demontage & Begutachtung

Üblicherweise wird der Helm, bevor es ĂŒberhaupt zum Erstkontakt mit Farbe, Grundierung etc. kommt, begutachtet und zerlegt. Im Falle von Viktors Nolan N90.2 ist das keine große Hexerei und war in null komma nix erledigt. Innenfutter raus, Visier ab, ImbusschlĂŒssel und zack, schon war es erledigt. Zu begutachten gab es auch nicht viel, immerhin ist der Helm nagelneu.

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Somit, Phase 3: Vorbereitung

Da es sich beim Nolan N90.2 um einen Klapphelm handelt, gab es diesmal zwei Teile die bearbeitet werden mussten, einerseits den Helm, also die Helmschale und dann der KinnbĂŒgel.

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Beides muss gut angeschliffen werden um eine Haftung der anschließenden Farbschichten sicherzustellen. Ich mache das meist mit einem 800er Softschleifpad. Anschließend werden die Bereiche die keine Farbe erhalten sollen abgeklebt und der ganze Helm wird sorgfĂ€ltig gesĂ€ubert.

 

Phase 4: Maskieren

Nachdem ich den Helm dann mit Createx Wicked Aluminium grundiert hatte, wird ganz nach der Vorlage abgeklebt. Ich klebe das Design mit Fineline Tape ab, weil es schöne scharfe Kanten erzeugt. Es gibt davon unterschiedliche StÀrken und Farben um nicht durcheinanderzukommen. Bereiche unter dem Tape sowie dem Abdeckfilm bleiben dann logischerweise Silber.

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Phase 5: Die Farbschichten

Mit Candy Blau, Candy Orange und Schwarz, ebenfalls von Createx, werden dann die einzelnen Bereiche mit der Airbrushpistole eingefĂ€rbt. Hier ist Geduld gefragt, denn die Farbschichten, mĂŒssen dĂŒnn und gleichmĂ€ĂŸig sein um Wolkenbildung zu vermeiden.

Hier auf dem Bild sind die schwarzen FlÀchen, sowie der Kinnschutz in Blau bereits fertig angelegt. Orange folgt nach erfolgreichem Abdecken der bereits gebrushten FlÀchen

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Phase 6: Logos und Hashtags

Kaum sind alle Farbschichten angelegt geht’s auch schon wieder an den Rechner. Diesmal werden Vektorgrafiken erstellt. Das mache ich in Corel Draw und ĂŒbergebe die fertige Datei dann direkt an meinen Plotter, der mir die Schrift sowie Logos direkt aus einer Schablonenfolie schneidet.

Anschließend wird die Schriftschablone mittels Transferpapier ĂŒbertragen und wieder mit der Airbrushpistole ausgestaltet. Gleiches geschieht mit den Logos.

 

Heiße Phase: Klarlack & Finish

Als krönender Abschluss nach stundenlanger Sisyphusarbeit folgt letztendlich der Klarlack den ich mit einer LVP von Iwata in glĂ€nzender AusfĂŒhrung gesprĂŒht habe. Nach der Trocknungszeit mit abschließender Politur ist der Helm nach etwas ĂŒber 4 Tagen dann fertig. Der Zusammenbau erfolgte genauso zackig wie zuvor die Zerlegung.

Ich denke der Helm kann sich sehen lassen, vor allem Live im Sonnenlicht macht die Candylackierung ordentlich was her.

 

Falls du jetzt auch Lust hast, deinen Helm jetzt vom Spritzwerk Atelier oder einem anderen professionellen Custompainter designen zu lassen, dann hoffe ich, dass du jetzt einen kleinen Überblick erhalten hast, was auf dich zukommt.

 

 

 


 

 

Autor: Michael Mild
Land: Österreich
Web: www.spritzwerk.at
Kontaktadresse: office@spritzwerk.at

 

Biografie

Michael Mild ist seit 2003 aktiv in der Airbrushszene tĂ€tig. Jahrelang war Michael, als KĂŒnstler unter dem Pseudonym 2m-artwork, auf zahlreichen Messen und Tuningtreffen mit seiner Airbrushpistole unterwegs, immer mit dem Ziel, jedem Kunden IndividualitĂ€t zu bieten.

Seit 2009 betreibt er den grĂ¶ĂŸten Airbrushshop Österreichs. Hier unterstĂŒtzt er AnfĂ€nger und Profis mit Fachwissen in den Bereichen AusrĂŒstung und Material bis ĂŒber die Grenzen Österreichs hinaus.

Michael kreiert immer wieder hochwertige Designs und leitet zudem Workshops. Außerdem schreibt er im Spritzwerk Magazine und diversen Blogs umfassend ĂŒber alle möglichen Themen rund ums Thema Airbrush & Custompainting.

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