Tanz mit den Indianern

 

Indians, Motorräder mit Kultstatus und einer langen, sowie abwechslungsreichen Geschichte.

Wir haben uns die beiden Topmodelle, der 1901 gegründeten Marke angesehen und ein Tänzchen mit ihnen gewagt.

Doch beginnen wir am Beginn. 1901 wurde die Marke Indian Motorcycle Company, in den USA gegründet und war der erste Serienmotorradhersteller in den Staaten und entwickelte sich sogar zum größten Motorradhersteller der Welt. Doch leider musste die Indian Motorcycle Company in den 50ern ihren Konkurs bekannt geben. In den darauffolgenden Jahren gab es viele Versuche die Marke wieder aufleben zu lassen, daher war sie auch immer ein wenig präsent, aber der große Durchbruch blieb aus. Bis 2011 Polaris Industries die Marke aufkaufte. Polaris hatte bereits mit der Marke Victory einiges an Know-how in der Motorradbranche sammeln können und so gelang auch der Neustart von Indian.

Heute ist Indian wieder ein fixer und großer Bestandteil der Szene und vor allem im Bereich der großen V2-Welt zuhause.

Die beiden Modelle Indian Challenger und Indian 1200 FTR S zählen aktuell zu den Aushängeschildern der Marke. Grund genug für uns, diese mal genauer anzusehen.


Die Challenger…

…sie ist das Touring-Flaggschiff aus dem Hause Indian. Im Baggeraufbau und mit reichlich Dampf ausgestattet. Angetrieben wird sie vom brachialen 1768 ccm V2 Motor und leistet satte 122 PS mit 178 NM. Beim Design ist der Spagat zwischen klassischer Eleganz und modernen Zügen sehr gut gelungen und kann so auch durchaus den jüngeren Biker ansprechen.
Uns hat das Design voll und ganz überzeugt. Indian zeigt mit Ihr wie Chopper im 21. Jahrhundert aussehen kann.

Mit der Zeit gehen

Auch bei der Ausstattung und dem Feinschliff wurde nicht gespart und auf moderne Bedürfnisse Rücksicht genommen. Mit elektrisch verstellbarem Windschild, top Soundsystem und einer sehr umfangreichen Boardelektronik steht man heute zwar nicht mehr alleine da. Aber mit einem ausgeglichenen Motor, welcher eine angenehme Laufcharakteristik hat und 3 unterschiedliche Mappings zur Verfügung stellt, sowie einem Fahrwerk, das durchaus auch beim sportlicheren Ausritt eine gute Performance abliefert, hängt man den Mitbewerb in dieser Rubrik schon ein wenig ab.

Hier alle Technische Daten: Indian Challenger 

Mit einem Basispreis von € 36.390,- in Österreich, ist sie ebenfalls in der Oberklasse angesiedelt. Allerdings kommt sie dafür schon mit den meisten Extras wie Navi, Audio, Tempomat etc.

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Fazit: Für mich ist sie eine der gelungensten Touring-Chopper. Sehr ansprechendes und moderne Design, ohne die klassischen Züge zu verlieren. Auf der Straße leistet das Fahrwerk eine top Arbeit und hebt sie so von der Masse des Mitbewerbs ab. Der Motor, mit seinem feinen und abstimmbaren Charakter, trägt ebenfalls maßgeblich dazu bei. Daumen hoch von mir!


Die Indian FTR 1200 S…

„Von der Rennstrecke auf die Straße“
So beschreibt Indian selbst das Bike. Sie ist von der Flat-Track-Seriensiegerin FTR750 inspiriert aber komplett auf und für die Straße entwickelt worden. Ob sie dennoch Sportgene hat? Absolut!

Die kompakten Abmessungen, die Geometrie und die Sitzposition sind definitiv sportlich und verleihen ein sehr agiles Handling. Ein 1200er Motor mit 123 PS und 120 NM sorgt für reichlich Vortrieb. Der Tank reicht unter den Sattel und sorgt so für eine schlanke Silhouette und einem tiefen Schwerpunkt.

Kaum aufgestiegen und losgefahren verlangt sie nach den Sporen für einen wilden Ritt. Im engen Winkelwerk zeigt sie was ihr Fahrwerk alles drauf hat.

Auch sie ist bereits mit der nötigsten Elektronik ausgestattet wie ABS, Traktionskontrolle, 3 Fahrmodi, etc. und bietet neben einem sehr übersichtlichen Farbdisplay auch noch Tempomat und USB-Stecker.

Ihr Basispreis liegt bei € 18.850,- in Österreich.

Hier alle technischen Daten: Indian FTR 1200 S

Fazit: Schon die Optik konnte mich überzeugen. Die Flat Tracker-Optik ist absolut gelungen und widerspiegelt ihren Charakter wieder. So wie sich optisch präsentiert ist sie auch zu fahren. Ein unglaubliches Spaßgerät, welches durchaus auch Potential für längere Ausfahrten hat. Die extreme Agilität und das direkte Ansprechverhalten vom Motor zeichnen einem ein riesen Grinsen unter den Helm.

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Zusätzlich war unser Testbike von der, in London lebenden, Grazer Künstlerin Kim Lone gestaltet und sorgte damit überall für neugierige Blicke.

 

Danke an dieser Stelle auch an Styrian Motor Cycle für die Bereitstellung und Betreuung.

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Fotos by Walther Hillbrand

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