Oatman ist einer dieser magischen Orte entlang der historischen Route 66, an denen Geschichte, Landschaft und Legende zu einem Erlebnis verschmelzen. Gelegen tief in den Black Mountains im Nordwesten Arizonas, ist Oatman mehr als nur ein weiterer Stopp – es ist eine lebendige Zeitkapsel, in der sich der Geist des Wilden Westens bis heute erhalten hat.
Vom Goldrausch zur Legende
Ursprünglich entstand Oatman um die Jahrhundertwende als kleines Goldsucherlager. Der Name des Ortes erinnert an Olive Oatman, ein junges Mädchen, das Mitte des 19. Jahrhunderts von indianischen Stämmen entführt und später von den Mojave adoptiert wurde – eine Geschichte, die eng mit der frühen Prärie-Geschichte des amerikanischen Westens verwoben ist.
In den 1910er und 1920er Jahren brachte der Goldabbau Hunderte von Menschen in diese entlegene Gegend, und Oatman wuchs schnell zu einer blühenden Gemeinde mit Hotels, Salons und Geschäften. Doch wie so viele Bergbaustädte verlor der Ort mit dem Ende der Minen an Bedeutung und drohte endgültig in der Geschichte zu verschwinden.
Oatman und die Mother Road
Ein entscheidender Wendepunkt kam, als die Route 66 in den 1920er Jahren durch die Black Mountains am Sitgreaves Pass vorbeiführte und Oatman direkt in die Hauptroute zwischen Chicago und Los Angeles einband. Auf einem der kurvenreichsten und landschaftlich spektakulärsten Abschnitte der Mother Road kommend, durchfährt man eine atemberaubende Berglandschaft, bevor sich der Blick auf die alte Westernstadt öffnet – ein Moment, der viele Reisende noch lange in Erinnerung bleibt.
Mit dem Bau des Interstate Highways in den 1950er Jahren wurde Oatman jedoch wieder umgangen. Die Einwohnerzahl schrumpfte, und der Ort wurde fast zur Geisterstadt. Erst in den 1970er und 1980er Jahren, als die Nostalgie für die Route 66 erwachte und Touristen wieder entlang der historischen Trasse unterwegs waren, begann Oatman sein zweites Leben als lebendiges Route-66-Ziel
Warum Oatman heute ein Muss ist
👉 Lebendige Geschichte: Oatman wird oft als „lebende Geisterstadt“ beschrieben – ein Ort, der zwar touristisch belebt ist, aber dennoch den rauen Charme und die Authentizität vergangener Zeiten bewahrt.
👉 Freie Esel in der Hauptstraße: Die wohl berühmteste Besonderheit des Ortes sind die Burros – wilde Esel, die frei durch die Main Street streifen. Sie stammen von Lasttieren ab, die einst von Bergarbeitern zurückgelassen wurden und sich in der Wildnis etabliert haben. Heute begrüßen sie Besucher auf ihre eigene charmante Art und sind ein Highlight für Groß und Klein.
👉 Wild-West-Atmosphäre: Historische Gebäude, Saloon-Shops, rustikale Restaurants und täglich aufgeführte Schießereien im Western-Stil lassen die Zeit der Goldgräber und Cowboys wieder lebendig werden – ein Setting, das junge und alte Route-66-Fans gleichermaßen begeistert.
👉 Einzigartige Erlebnisse: Vom Oatman Hotel – einem historischen Adobe-Haus aus dem Jahr 1902 mit eigener Route-66-Geschichte – bis zu Souvenirshops, die die verrücktesten Andenken des Westens anbieten, ist jeder Besuch ein Fest für Entdecker.
Fazit – Ein herzerwärmender Klassiker der Route 66
Oatman verkörpert vieles, was die Route 66 für Reisende aus aller Welt so faszinierend macht: eine bewegte Geschichte, spektakuläre Landschaften, skurrile Eigenheiten und das Gefühl, auf einer Reise durch die Zeit zu sein. Ob du durch die kurvigen Passstraßen aus Kingman kommst, den ersten Blick auf die alte Stadt genießt oder zwischen freilaufenden Eseln über die alte Route schlenderst – Oatman bleibt ein unvergesslicher Höhepunkt auf der „Mother Road“.
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