Der Helmkauf…

…Tipps und wichtige Infos rund um den Motorradhelm!

Die Wintermonate werden oft für die Anschaffung von neuem Motorradzubehör und Ausrüstung genutzt.

Abverkäufe und der Motorradentzug treibt viele Bike in die Zubehörläden und die Onlineshops diverser Anbieter. Helme zählen dabei immer zu den Verkaufsschlagern. In vielen Foren stolpert man daher über die Frage nach Helmempfehlungen und welcher Helm denn jetzt der bessere sei, doch das ist eine Frage die sich keinesfalls pauschal beantworten lässt.

Abgesehen von den unterschiedlichsten Bauarten, wie Integral, Klapp-, Jet-, Crosshelm etc., gibt es auch unter der Schale große Unterschiede. Eines kann man allerdings vorweg und ziemlich allgemein sagen, die günstigsten Modelle, die man oft schon um wenige Euro beim Discounter oder auch beim Zubehöhändler bekommen kann, sind laut den Tests von namhaften Konsumentenvertretungen, auch die schlechtesten. Das bezieht sich auf die Schutzwirkung, Qualität, Lautstärke uvm. Diese geben oft unzureichenden Schutz, schon bei mäßiger Krafteinwirkung von außen. Daher – FINGER WEG VON BILLIGSTANBIETERN!

Man sollte für sich selbst gut überlegen, wo und wie man mit dem Bike unterwegs ist und dementsprechend, sich für eine Art von Helm entscheiden. Die Optik sollte bei der Wahl der Bauart noch keine Rolle spielen. Für den Tourenfahrer ist ein Jet- oder Crosshelm sicher nicht die richtige Wahl, oder für den Crossfahrer wird der Integral- oder Klapphelm nicht der passende sein.

• Schritt 1: was Fahre ich und wie fahre ich es? Touren, Cross/Enduro, sportlich, Rennstrecke etc.
• Schritt 2: was ist mir besonders wichtig? Hierbei sollte man folgende Faktoren beachten: Gewicht, Lautstärke, Verschlusssystem, Pinlock, Belüftungen, Intercom, Visiermechanik (schnell wechselbar), Bedienbarkeit mit Handschuhen…
• Schritt 3: Wenn man sich über die Modellart bewusst ist, sollte man einen Händler aufsuchen, der unterschiedlichste Marken führt. Dort kann man als Nächstes probieren, welche Helmhersteller auf/für meine Kopfform passen. So gut wie jeder Hersteller baut sein Innenleben anders auf und hat andere Formen. Somit ist für mich die Frage nach dem optimalen Helm schon hinfällig, da man ja nicht sagen kann wie mein Helm dem anderen passen wird. Der Sitz des Helmes darf beim Probieren nicht zu locker sein, er wird nach kurzer Zeit etwas weiter. Keinesfalls darf er sich stark bewegen wenn man den Kopf schüttelt. Besonders sollte man auch kleine Druckstellen acht geben, diese werden sich nach einiger Zeit zu sehr unangenehmen Schmerzen entwickeln. wenn ein Helm eine solche Stelle aufweist, sollte man unbedingt zum nächsten greifen. Es kann an der Helmform als solches oder an einem verrutschtem Innenfutter liegen.
• Schritt 4: wenn man selektiert hat welche Hersteller in Frage kommen und welche Bauart und Größe man bevorzugt, kann man beginnen die Modelle und Preise zu vergleichen und sich dann die Frage der Optik stellen. Die Optik würde ich keinesfalls vorher in Betracht ziehen, immerhin habe ich nicht viel davon wenn mir der Helm zwar gefällt, ich aber Kopfschmerzen bekomme, oder er einfach nicht meinen Anforderungen entspricht.

 

Helmtypen und deren Anwendungsbereiche:

• Jethelm – das sind Helme, welche vorne offen sind und maximal einen Augenschutz haben. Eine Schutzwirkung ist daher im Gesichtsbereich so gut wie nicht gegeben. Sie sollten maximal bei Rollern und kurzen sowie langsamen Fahrten verwendet werden sowie beim Trialsport.

• Integralhelm – diese sind komplett geschlossen und lassen sich lediglich am Visier öffnen. Sie haben die beste Schutzwirkung und meistens auch die besten Schalldämmungen. Sie sind bei sportlicher Fahrweise die richtige Wahl.

• Klapphelme – sie lassen sich an der kompletten Front öffnen. Das Einsatzgebiet ist der Tourenfahrer. Der Vorteil ist, dass man den Helm beim tanken etc. nicht immer abnehmen muss und man sich problemlos auch mit anderen Personen verständigen kann. Weiters kann man bei Fahrten im Sommer, den Helm öffnen und bei Ortsdurchfahrten etc. sich den Wind um die Nase pfeifen lassen. Die Schutzwirkung ist im geöffnetem Zustand ähnlich schlecht wie beim Jethelm, im geschlossenem jedoch deutlich höher. Man kann die Schutzwirkung aber nicht mit einem geschlossenem  System (Integral, Cross…) vergleichen, da einerseits die Geometrie nicht so stabil ist und andererseits bei extremer Krafteinwirkung von außen, durch einen Aufprall z.B., die Front aufgehen könnte.

• Crosshelme – das sind Helme mit einem geschlossenem System, um bei starken Schlägen stabil zu bleiben und natürlich auch um das Gewicht so niedrig wie möglich zu halten. Sie haben meistens kein Visier, dafür aber eine große Öffnung im Gesichtsbereich, um das Tragen einer Crossbrille zu ermöglichen. Der Nachteil dieses Systems, man kann es nicht komplett schließen, somit ist immer ein Luftzug vorhanden und er bietet im Regen keinen Schutz gegen die Nässe.

Wer sich schwer tut sich auf eine Bauart festzulegen, weil er in so unterschiedlichen Bereichen unterwegs ist, der sollte sich für die jeweilige Disziplin den passenden Helm zulegen. Ich selbst verwende heuer mindestens vier Modelle. 1x Jet/Trialhelm, 1x Klapphelm für meine Touren, 1x Enduro/Crosshelm für meine Offroadtouren und 1x Integralhelm für die Rennstrecke.

In diesem Sinne – #ridesafe & #havefun
euer Kurvenfahrer.at – Vik

PS: wer mit den Design seines Helmes unzufrieden ist, kann ihn sich z.B. airbrushen lassen, so wie -> hier <-

Ein Gedanke zu „Der Helmkauf…

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